NÄCHSTER HALT: GRAF-ADOLF-PLATZ

Aktualisiert: vor 21 Stunden

Ein Interview mit Manuel Franke in der U-Bahn-Station und in seinem Atelier in Düsseldorf


Lieber Manuel, Kannst Du uns etwas über das Kunstwerk erzählen, das Du uns zur Verfügung stellst?


Die Arbeit, die ich gespendet habe, verdichtet ein Verfahren, das ich für die U-Bahnstation »Graf-Adolf-Platz« entwickelt habe. In mehreren Glas-Schichten wird Farbemaille aufgebrannt und gestaltet. In der U-Bahnstation dehnt sich das in der Gänze auf auf sämtliche Wände aus – in Falle des Werks für die Kunstauktion komprimiert sich das auf ein kleines, DIN-A3-großes Feld und verdichtet so die Komposition ein ein Zentimeter dickes, mehrschichtiges Glasobjekt.




Wie ist das für dich? Du fährst mit der U-Bahn und dann kommst du, bzw. fährt die U-Bahn durch den Graf-Adolf-Platz U-Bahnhof? Ist das immer noch etwas Besonderes für Dich?


Einfach nur geil – Superschön! Es ist jedes Mal schön anzukommen, und zu sagen »Wow!«, diese Ecke, die war so schwierig und guck mal, wie gut die jetzt aussieht.

Bei der Eröffnung stand ich bspw. vor dem Werk und ließ das Projekt an mir vorbeiziehen. Eine Oma wollte unbedingt fotografieren und sagte: können Sie mal da weggehen? Sie wollte genau den Bereich fotografieren, vor dem ich stand. Ich bin dann leise weggegangen und hab sie knipsen lassen. Ist immer wieder gut.


Auch unsere Kinder haben Spaß, natürlich, wenn sie sich dann mit Klassenkameraden treffen und in der Station von ihrem Dad sind. Das macht immer Spaß!



Wie lange hat dieses Projekt gedauert – Von der Idee bis zur Umsetzung?


15 Jahre. Der Wettbewerb für das Projekt war 15 Jahre bevor die Station eröffnet wurde und da musste man schon die Stange halten. Es gab noch eine weitere Besonderheit. Ich hab erst knapp zuvor angefangen, die Methode zu entwickeln, wie ich die Gestaltung mache, damit ich nicht am Ende der Sklave meines Entwurfs werde, der wiederum 15 Jahre zurückliegt. Das war ein guter Zufall, dass ich das ganz nach hinten gestellt hab.



Woran arbeitest du gerade?


Ich habe gerade eine große Kunst-am-Bau-Arbeit fertiggestellt. In einem Fraunhofer-Institut in der Nähe von Frankfurt. Dort erforscht man Technologien zur Recycling-Technik. Hierfür habe ich eine eigene Methode gefunden, wie man – ähnlich der Forschungsergebnisse – in einem Kunstobjekt verschiedene Ebenen und verschiedene Farben so auffächert, dass es einen gewaltigen Strudel gibt. Das Institut arbeitet so ähnlich und zerlegt Handys mit Schallwellen, um seltene Erden oder andere Stoffe rückzugewinnen. Das hat mich zu diesem Objekt inspiriert.


Woraus besteht das Objekt?


Es besteht aus ganz profanem Wellblech, welches gebogen wurde und dann in mehreren Lagen und in sehr unterschiedlichen Farben ineinander gefächert wurde und jetzt wieder aufgerollt wird.



Wo arbeitest du am liebsten?


Natürlich in meinem Atelier und total gern bei Firmen, mit denen ich zusammenarbeite und dort neue Dinge entdecke und dann wird letztlich eine Firma, die irgendwas biegt oder gießt oder lackiert, eine solche Firma wird dann für den Moment zu meinem Atelier, weil ich mir die Methoden zu eigen mache, die die auf professioneller Ebene sowieso verwenden.



Was wäre dein Traumprojekt?


Ich hab nur Traumprojekte!



Warum machst du bei der Kunstaktion mit?


Unsere Kinder finden Waldbröl gut. Also unterstütze ich das selbstverständlich!



Danke für das Interview und Danke für Dein Engagement!








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